Was ist eigentlich Osteopathie?

 

Der osteopathische Ansatz wurde Mitte des 19. Jahrhundert von Dr. Andrew Taylor Still entwickelt und ist ein System der Heilkunde.

Nach Auffassung der Osteopathie ist der Körper eine Funktionseinheit, alles ist miteinander verbunden. Der Körper ist ein großartiges System, er besitzt grundsätzlich die Fähigkeit zur Selbstregulation und Heilung- jedoch nur so lange das wohlbekannte "Fass" im Gleichgewicht ist. Kommt ein Tropfen zu viel ins Fass und ist es übergelaufen, kann der Körper unter Umständen nicht selbst heilen und braucht hier Hilfe von Außen.

 

Ein Beispiel hierfür: Ein Pferd hat einen Tritt auf die linke Schulter bekommen (der Tierbesitzer hat das nicht mitbekommen).

Es hat dort Schmerzen und versucht dem Schmerz auszuweichen, in dem es mehr Belastung auf die rechte Schulter gibt. Nach und nach verschiebt sich der ganze Körper zur rechten Seite. Durch den Schlag ist auch der Atlas, der erste Halswirbel nach rechts verschoben. Plötzlich- so scheint es- tritt nach ein paar Wochen eine Lahmheit auf. Diese kommt vorne rechts zum Vorschein. Das Tier kommt nicht mehr damit klar, sich selbst in Balance zu bringen. Zu viel Druck und Spannung herrscht im Körper vor. 

 

Eine solche Hilfe von Außen kann die Osteopathie sein, die dabei unterstützt, Einschränkungen zu beheben, Impulse zu setzen und die Flüssigkeit des Körpers wieder Gang zu bringen. Dies passiert unter anderem durch ein sehr einfühlsames Vorgehen der Therapeutin.  Positive Reaktionen auf die Behandlung zeigen die Tiere beispielsweise durch Gähnen, Abschnauben, Blinzeln der Augen, Nasenausfluss.

 

Wann kann Osteopathie  unterstützen?

 

beispielsweise bei:

- Verspannungen, Schmerzen

- Taktunklarheiten

- Stolpern

- Kopfschlagen

- Seitliche Biegungen sind nicht möglich

- Problemen beim Untertreten

- Lahmheiten

- Unerklärlichen Verhaltensänderungen

- dem Tier etwas Gutes zu tun

 

Wann darf Osteopathie nicht angewandt werden?

 

Beispielsweise bei:

- Tumorerkrankungen, Krebs

- Trächtigkeit des Tieres

- Arthrose im betroffenen Bereich

- Akuten Bandscheibenerkrankungen

- Akuten Infekten, zum Beispiel Entzündungen im Körper, Fieber

- Frischen Verletzungen, beispielsweise Blutungen, Frakturen

 

Was ist eigentlich Craniosacrale Therapie?

 

Die Craniosacrale Therapie ist ein Teil der Osteopathie. William Garner Sutherland übertrug die Prinzipien der Osteopathie vor allem auf den Bereich des Schädels (Cranium). Der Osteopath Dr. John E. Upledger entwickelte die Lehre weiter und es entstand die Craniosacrale Therapie.

 

Das Wort Craniosacral setzt sich zusammen aus Cranium (Schädel) und Sacrum (Kreuzbein)- und umfasst den Raum zwischen Cranium, Wirbelsäule und Sacrum und so auch das Zentrale Nervensystem/ Rückenmark.

 

Das Gehirn und Rückenmark befinden sich schwimmend im sogenannten Liquor eingelagert. Dieser Liquor wird im 4. Hirnventrikel produziert und hat beispielsweise die wichtige Funktion, Gehirn und Rückenmark zu schützen und alte Abfallstoffe, wie beispielsweise alte Hirn und Rückenmarkszellen abzutransportieren. 

 

Als Therapeutin betrachte ich auch dieses System des Körpers mit. Durch das Lösen von faszialen Strukturen im Körper und Schädelbereich, entsteht im Körper wieder mehr Weite und Raum. Der Liquor kann ungehindert fließen. Und so können beispielsweise der Lymphfluss und die Stoffwechselfunktion angeregt werden und Blockierungen des Körpers gelöst werden.

Oft sehen Sie das direkt in der Behandlung: dem Tier läuft die Nase. Es kommt etwas in Bewegung.

 

Wann darf die Craniosacrale Therapie nicht angewandt werden? 

 

Beispielsweise bei:

- Tumorerkrankungen, Krebs

- Trächtigkeit des Tieres

- Arthrose im betroffenen Bereich

- Akuten Bandscheibenerkrankungen

- Akuten Infekten, zum Beispiel Entzündungen im Körper, Fieber

- Frischen Verletzungen, beispielsweise Blutungen, Frakturen